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Zwischen Schockblau und Joshua: Die Postkarte als popmusikalischer Aufhänger

Posted in Ansichtskarte, Sonstiges by Ben on Oktober 20, 2009

Die vermutlich berühmteste Ansichtskartenhymne der 1990er ist sicherlich Joshua Kadisons etwas süßliches „Picture Postcards from LA“, in deren Text nicht zuletzt die Materialität des Mediums beschworen wird:

„Send me postcards from L.A./ signed with love forevermore./Picture postcards from L.A./to hang on my refrigerator door.“

Wie traurig klänge dagegen „Send me E-Mails from LA/tweets to plaster my Facebook wall/A short message that you are gay/and much too shy to make the call“ – das würde nicht einmal Weird Al stehen und der hat immerhin mit „All about the Pentiums“ eine exzellente Rechenprozessor-Kantate in die Pop-Geschichte geschmettert.  Überhaupt: Wer erinnert sich nicht noch an die frühe Telekom-Werbung: „Und das sagst Du mir so einfach am Telefon?“ – Ab fuhr das Auto am Hang hinunter zum Totalschaden. „Sylvia, Sylvia bist Du noch dran?“ Mit solch einem C-Netz-Ziegel am Ohr imponiert man heute keiner/keinem Liebsten mehr. Die Liebe und das mobile Telefon passen einfach nicht so gut zusammen.

Die Postkarte dagegen ist und bleibt charmant wie eh und je . Ein zeitloses wie perfektes Objekt, dass 1968 wie 2009 noch alle Herzen höher oder tiefer schlagen lässt, wenn es im persönlichen Briefkasten aufgefunden wird. Da denkt wirklich jemand an Dich – so die Botschaft – und tippt nicht nur beim Anstehen an der Supermarktkasse eine schnöde SMS oder tweetet ein geschmackloses HDL, das sich syntaktisch nicht mehr wesentlich von FDH unterscheidet. Nein, geht jemand zum Postschalter, verlangt nassklebende Sondermarken (gern auch mit Zuschlag) und lässt die Karte sorgsam mit dem Tagesstempel versehen. Daraufhin durchläuft der materialisierte Gruß tatsächlich unzählige Beförderungsschritte und doch meint man die warme Hand der absendenden Person zu spüren, wenn man verzückt noch neben dem offenen Briefkastentürchen über die Zeilen huscht.

Es ist also kein Wunder, dass die große niederländische Band Shocking Blue das Sujet „Postkarte und Liebe“ zu einem ihrer schmissigsten Lieder formen konnten:  „Send me a postcard“.

„Before loneliness will break my heart/Send me a postcard Darling!“ Jawohl: Zeigs mir, schicks mir! Warum die Deutsche Post hieraus keinen highspeedigen wie heißblütigen Retrowerbespot strickt, weiß nur ihre Marketingabteilung allein. Steiler kann eine Vorlage für die Verknüpfung von einem Lebensgefühl wie aus dem Berliner Mauerpark im Hochsommer und einer Postsendung kaum in Töne gefasst werden.

Für alle Nordlichter, denen aufgrund mangelnder englischer Sprachkenntnisse die Botschaft des Liedes zu verschlüsselt bleiben sollte, gibt es einerseits von einer Melissa eine finnische Coverversion (Kirjoita postikorttiin)  und – zugegeben weitaus bekannter – eine Neuaufnahme in Schwedisch. Dort heißt das Lied „Skicka Ett Vykort, Älskling“ und eingespielt wurde es von keiner geringeren Band als Gyllene Tider, deren Name jeden Anhänger von Roxette sofort in Habachtstellung bringt, spielte in dieser doch der legendäre Per Gessle eine zentrale Rolle. Niederlande, Schweden, Finnland – sind das die Heimstätten kartophiler Clubhits? Nicht ganz: Im Jahr 2003 namen sich die Liverpooler Ladytron des Songs ein weiteres Mal an und so eroberte er nach den späten 1960ern noch erneut die anglophone Welt.

Die berühmteste Postkartenzeile stammt jedoch von einer anderen, vielleicht im Vergleich zu Ladytron sogar noch etwas bekannteren Liverpooler Band: In der dritten Strophe ihres gemütlichen Renteneintrittsschunklers „When I’m Sixty-Four“ hört man mit großer Freude die Zeile „Send me a postcard, drop me a line..“ Was könnte man auch anderes erwarten von den vier Pilzköpfen, die so unnachahmlich ausriefen: „Wait a minute Mister Postman!“ Nun, im Herbst 2009, warten die Briten sehnlicher denn je auf die Briefboten, allerdings wohl vergebens. Denn die Presse vermeldet (natürlich auch über das Internet):  Großbritannien steuert in bitteren Poststreik.

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Die Philatelie am Alexanderplatz: Eine Antwort der Postbank auf eine Nachfrage

Posted in Postalltag, Sonstiges by Ben on Oktober 14, 2009

Immerhin: das Beschwerdemanagement bei der Deutschen Post hat seine Glanzpunkte.  Als am 30.September 2009 der Philatelieschalter der Postfiliale am Berliner Alexanderplatz (Rathausstraße 5) wider erwarten geschlossen und  sich eine bei den aktuellen Berliner Verhältnissen im Öffentlichen Nahverkehr durchaus mühsame Anfahrt auch noch als vergebens herausstellte, ging eine entsprechende Nachfrage zu den Öffnungszeiten des Schalters über das Kontaktformular von deutschepost.de in den dortigen Beschwerdegeschäftsgang.  Heute erreichte mich dann das erklärende, konkret auf den Sachverhalt bezogene Schreiben zum Thema. Es kommt, da die Zweigstelle ein Finanzzentrum der Postbank ist, von Postbank in Dortmund und ist gleich von zwei Mitarbeitern aus dem Backoffice Filialbetrieb abgezeichnet.

Das Schreiben betont zunächst die Bedeutung von Anregungen und Kritik, um den Service zu verbessern, was man als mündiger Postkunde durchaus ernst nehmen sollte. Dann wird versichert, dass die Mitarbeiter in der Filiale noch einmal „auf die Wichtigkeit von einwandfreiem und kundenorientiertem Verhalten“ hingewiesen wurden. Dazu muss ergänzt werden, dass die Mitarbeiter am Philatelieschalter in der Regel durchaus einwandfrei und kundenorientiert arbeiten – nur eben an besagtem Tag zu Mittagsstunde überhaupt nicht und ohne weitere erklärende Mitteilung.

Als Schließgründe sind laut dem Brief möglich: (1) ausnahmsweise verkürzte Arbeitszeiten, (2) Pausen, (3) Kassenübergabe. Das Backoffice der Postoffice versichert aber, dass dies durch einen Aufsteller kommuniziert wird. Die regulären Öffnungszeiten sind übrigens durchgehend von 08:00 Uhr bis 19:00 Uhr.

Weiterhin zu beachten ist folgendes:

„In den Finanz-Centern der Postbank, [sic!] wird derzeit der Verkauf von Einzelbriefmarken und Sondermarken gar nicht mehr oder teilweise nur eingeschränkt angeboten.“

Das bestätigt eine Alltagserfahrung ist aber angesichts der Schließung aller posteigenen Filialen alles andere als begrüßenswert. Kleine Poststellen (heute oft so genannte Postpoints) kompensieren dies ein wenig und gerade in philatelistisch nicht besonders affinen Gegenden findet man wenigstens die Ausgaben der jeweils letzten zwei Monate in der Regel im Verkauf.

Natürlich muss man immer nachfragen und wird manchmal bei Hochbetrieb von den anderen Wartenden mit vorwurfsvollen Blicken bedacht, wenn man die/den Angestellte/n dazu bringt, in den Tiefen des Verkaufstresens nach dem braunen Umschlag mit den Bögen zu suchen. Man sollte es aus meta-philatelistischen Gründen dennoch tun, denn wo Nachfrage besteht, besteht auch die Möglichkeit, dass das Angebot erhalten bleibt. Und die Kunden, die ihre Bankgeschäfte am Schalter abwickeln beanspruchen ja auch ihre Zeit und vor allem die der Mitwartenden, die vielleicht nur eine Sendung abgeben wollen. Die Verteilung ist somit immerhin halbwegs fair. Warum man allerdings nicht stärker auf das von anderen Postsystemen (Spanien, Luxemburg, etc.) und mittlerweile auch manchem Bahn-Reisezentrum bekannten Nummernsystem zurückgreift, was wenigstens die nervige und nicht mehr zeitgemäße Reihung in der Warteschlange, aus der immer das Gefühl des Bittstellers und der stechenden Blicke im Nacken in die Atmosphäre wabert, erleichtern könnte, bleibt bis  ein Rätsel. Vielleicht sollte man auch das verstärkt anregen.

Abschließend lädt der Brief aus Dortmund dazu ein, Postprodukte, also auch Briefmarken doch im Internet zu bestellen. Das mache ich intensiv und gern, bevorzugt jedoch bei ausländischen Postdiensten. Ansonsten bleibt in jedem Land der Welt sofern möglich die Neigung zum Schalter, nicht zuletzt, weil der zwischenmenschliche Kontakt und die Bitte zur sorgfältigen Stempelung auch eine Rolle spielen. So wie man seiner kulturellen Verpflichtung nachkommen sollte und ab und zu mal ein Buch nicht bei einem Internetgiganten sondern im Buchladen am Ecke erwerben sollte, so sollte man auch in dieser Beziehung die Offline-Kultur stützen. Denn sonst gibt es sie womöglich bald nicht mehr und nicht mehr aus dem Haus zu gehen, weil das ganze Leben ein virtuelles ist, scheint jedenfalls mir als nicht erstrebenswerte Verarmung desselben. Zudem: knapp fünf Euro Versand bei Bestellung unter 15 Euro sind einfach zuviel, wenn man nur mal einen Bogen Sondermarken für den aktuellen Briefverkehr erwerben möchte.

Das Schreiben endet fast rührend mit der Aussage:

„Bitte glauben Sie uns, die Geschäftspolitik der Postbank beinhaltet nicht, Kunden durch schlechten Service zu verägern.“

Das glaube ich natürlich und freue mich als Kunde der Postbank (mehr oder weniger wider Willen, denn mir geht es ja nicht um die Bank sondern um die Post), dass man mein Anliegen offensichtlich ernst nimmt. Danke.

Die Philatelie bei Walter Benjamin und im Alltag 2009.

Posted in Sonstiges by Ben on Oktober 13, 2009

Zugleich ist Benjamins Interesse von einer anderen Leidenschaft geprägt, die bis heute ein Nebenzweig der Philatelie ist, nämlich das Sammeln von Briefen und Postkarten, das auch in der „Berliner Kindheit“ erwähnt wird. „Wer Stapel alter Briefschaften durchsieht“, so heißt es zu Beginn der „Briefmarken-Handlung“, „dem sagt oft eine Marke, die längst außer Kurs ist, auf einem
brüchigen Umschlag mehr als Dutzende von durchgelesenen Seiten. Manchmal begegnet man ihnen auf Ansichtskarten und weiß dann nicht, soll man sie ablösen oder soll man die Karte bewahren wie sie nun einmal ist, wie das Blatt eines alten Meisters, das auf der vorderen und der hinteren Seite zwei verschiedene gleich wertvolle Zeichnungen hat?“

In ihrer geisteswissenschaftlichen Abteilung widmet sich die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Mittwochsausgabe (14.10.2009, Seite N4) dem Aspekt des Briefmarkensammelns bei Walther Benjamin. Der maßgebliche Text aus dem Benjamin’schen Werk ist natürlich die Briefmarken-Handlung aus seinem Buch Einbahnstraße bzw. zuerst in einer Ausgabe der Frankfurter Zeitung aus dem Jahr 1927. Die Autoren des Artikels, Detlev Schöttker und Steffen Haug, gehen aber über den eigentlichen Text hinaus und beleuchten den Kontext, u.a. die Einflüsse des Buches „Le paysan de Paris“ von Louis Aragon, Benjamins Korrespondenz mit Siegfried Kracauer zum Thema Philatelie und auch die oben zitierten Überlegungen zum Medium Postkarte, wobei sich Absatz auch speziell mit dem Phänomen der Poststempel befasst. Zuletzt erwähnen sie ein schönes Detail aus einem Manuskript zur „Briefmarken-Handlung“:

„Unter ihnen befindet sich eine Passage mit der Beschreibung einer Marke, die er vermutlich aus Moskau kannte, als er im Winter 1926 – mit dem Manuskript der „Einbahnstraße“ in der Tasche – seine großen Liebe Asja Lacis besuchte, der er das Buch gewidmet hat. Die Marke gehört zu einer dreiteiligen Serie mit dem Titel „Kräfte der Revolution“, deren Porträts auf Skulpturen von Iwan Schadr zurückgehen. Sie zeigen einen Bauern, einen Rotarmisten und einen Arbeiter, dem Benjamins eigentliche Aufmerksamkeit galt.“

Es ist sehr bedauerlich, dass die Philatelie mittlerweile zu einem Nischenphänomen geworden, den Nischenphänomen bedeutet leider auch Nischenmarkt und damit permanente Existenzbedrohung besonders in schlechten Zeiten. Wobei die Zeiten angesichts der fixen Ausrichtung auf Daueroptimierung, Einsparungsvolumina und Wachstumsraten immer schlecht sind. Der Postdienst ist tatsächlich eine Dienstleistung. Die Aufgabe der Briefmarke als national-kulturelles Repräsentationssymbol verwässert mehr und mehr in einem relativ freiem ökonomischen Spiel, was zu so absurden Phänomenen wie personalisierbaren Marken führt.

Am Schalter erfährt die Briefmarke ohnehin eine Marginalisierung und wird häufig durch Funktionsaufkleber ersetzt, die philatelistisch durchaus interessant sein können, deren Semantik sich aber tatsächlich nur noch darauf bezieht, dass bezahlt wurde. Semiotisch sind dieser Aufkleber weitgehend uninteressant. Das Abdrängen der Marken auf eine reine Produktionsschiene für den Sammlermarkt, die als Nebengeschäft des Postunternehmen läuft, für den eigentlichen Postverkehr aber keine Rolle spielt, führt zu einer allgemeinen philatelistischen Desensibilisierung. Das verringerte Brief- und Postkartenaufkommen (besonders bei denen im FAZ-Artikel erwähnten „Computer-Generationen“) spielt sicher zusätzlich in diese Entwicklung hinein.

Dazu kommen die Folgen der Automatisierung der Briefbeförderung, die mit der Ersetzung der Ortsstempel eindeutig zu einer Verarmung der Belegkultur beigetragen hat. Das Karten und Marken den Empfänger nicht selten ramponiert erreichen, ist ein weiterer Aspekt, der die Freude an der Philatelie nennenswert eintrüben kann. Wenn eine persönliche Botschaft durch einen scheußlichen Laserstempel unlesbar gemacht wird, wie es die französische Post perfektioniert hat, nimmt das jede Lust, eine Karte zu schreiben.

Die philatelistische Desensibilisierung wirkt also doppelt gerichtet und zwar auf die Postunternehmen mit ihren optimierten Beförderungsprozessen und die Postnutzer mit ihren optimierten Alltagsstrukturen. In beiden bleibt wenig Raum und Ruhe für die Auseinandersetzung mit der Briefmarkenkultur, die ganz offensichtlich ein Anachronismus ist. Aber ein sehr schöner und erhaltenswerter.

Die Briefmarke

Die Briefmarke Neukölln - Eine von wenigen Briefmarkenhandlungen, die sich in Berlin noch finden lassen. Das Schild über dem Eingang vermag dabei typographisch zu überraschen.

Ein anderes Problem liegt in der Sammlergemeinschaft selbst: Die weitreichende Fixierung auf die ökonomische Facette des Briefmarkensammelns, die Katalogwertmarkierungen über alle anderen Facetten des Sammelns und Genießens von Briefmarken stellt, wirkt auf  Außenstehende nicht sonderlich motivierend, zumal das Missverhältnis zwischen dem Überangebot und der mangelnden Nachfrage die Philatelie für Neueinsteiger zu einer denkbar schlechten Geldanlage werden lässt, die sehr viel Fachkenntnis bei meist sehr geringer Rendite erfordert. Schließlich präsentiert sich z.B. auf der Briefmarkenbörsen-Tournee ein großer Teil der Szene als geschlossener Zirkel, der wenig Interesse hat, andere Blickwinkel als die etablierten zu akzeptieren. Oft sieht man sich entweder lockeren Geschäftsleuten gegenüber, denen die Ware, die sie anbieten, weitgehend gleichgültig und Begeisterung fremd ist, oder eher verschlossenen Altorthodoxen, die einen freudvollen Umgang mit dem Medium Briefmarke grundsätzlich abzulehnen scheinen.

Wer als Außenstehender die drei führenden deutschen Fachblätter (Deutsche Briefmarkenzeitung, Briefmarkenspiegel, Deutsche Briefmarkenrevue) durchsieht, den kann es durchaus schütteln angesichts der nicht selten anzutreffenden journalistischen Dürftigkeit der Aufbereitung und der wenig einfallsreichen Ausgestaltung der Themen. Es springt wahrlich kein Funke über. Das Stamp Magazine wirkt weitaus solider, ist aber sehr auf Großbritannien fixiert und wie überhaupt ausländische Fachzeitschriften in Deutschland kaum bis nicht erhältlich. Den Schritt in eine zeitgemäße Selbstdarstellung haben insgesamt nur sehr wenige Vetreter sowohl des Briefmarkenhandels wie auch der Philatelie bisher erfolgreich vollzogen. Auch hierin liegt eine Ursache für die geringe Popularität philatelistischer Themen.

Was der Zunft der Philatelisten in der öffentlichen Wahrnehmung ebenfalls leider generell abzugehen scheint, ist der intellektuelle Anspruch im Umgang mit den postalischen Medien, wie ihn Walter Benjamin pflegte und wie er durch die Postmoderne durchgewaschen durchaus in spielerischerer, aber genauso origineller und tiefgründiger Form auch heute noch möglich wäre. Dafür scheinen schlichtweg die Akteure zu fehlen. Selbst bei großer Fantasie ist schwer vorstellbar, woher sie kommen sollen. Das zwanzigste Jahrhundert hat die Briefmarke entgegen der Prophezeihung Benjamins überlebt und auch 15 Jahre Internet haben den Brief, die Postkarte und die nassklebende Marke nicht verschwinden lassen. Aber: Erreichte den Hof mit Müh und Not – möchte man sagen. Denn das, was heute sieht, wirkt nur mehr als Nachhall. Schade. Und Grund genug nassklebend zu frankieren und Handstempel am Schalter einzufordern, solange die Möglichkeit dazu besteht. Als lebensverlängerende Maßnahme also für einen der schönsten kulturellen Anachronismen, der uns aus dem 20. Jahrhundert überliefert ist. Und vielleicht auch im Andenken an einen der größten Kulturtheoretiker Europas.